Zahnaufhellung verständlich erklärt · Fachlich geprüft von einer Dentalhygienikerin · Aktualisiert: Oktober 2026
Zu Hause & Pflege

Whitening-Zahnpasta: Was sie kann und was nicht

Whitening-Zahnpasta im Check: Wie Putzkörper, Enzyme und optische Effekte wirken, was der RDA-Wert bedeutet und welche Zahnpasta nach dem Bleaching passt.

Zahnpasta und Zahnbürste auf hellblauem Hintergrund
Foto: Envato Elements

Kurz & knapp

Whitening-Zahnpasten hellen die Zahnfarbe kaum auf. Sie entfernen vor allem oberflächliche Beläge, meist mit einem höheren Anteil an Putzkörpern. Die Bundeszahnärztekammer rät von regelmäßigem Gebrauch abrasiver Whitening-Pasten ab. Schonender sind enzymatische Zahnpasten. Frei verkäufliche Zahnpflege darf höchstens 0,1 % Wasserstoffperoxid enthalten.

„Bis zu drei Nuancen weißer in zwei Wochen“: Whitening-Zahnpasten versprechen viel. Doch wie funktionieren sie, und können sie ein Bleaching ersetzen? Ein nüchterner Blick auf die Wirkprinzipien.

Drei Wege, wie Whitening-Zahnpasten wirken

PrinzipWie es wirktBewertung
Putzkörper (Abrasiva)reiben Beläge und Verfärbungen abwirksam gegen Beläge, bei Dauergebrauch Abriebrisiko
Enzymelösen Beläge biochemisch, z. B. über Glucose-Oxidaseschonend, sanfter Effekt
Optische Effekteblaue Pigmente lassen Zähne kurzfristig weißer wirkennur vorübergehend
Peroxid (max. 0,1 %)sehr geringe Bleichwirkungkaum messbar im Alltag

Warum Abrieb ein Problem sein kann

Die meisten Whitening-Pasten arbeiten mit mehr oder gröberen Putzkörpern. Das entfernt Kaffee- und Teebeläge, kann aber auch die Zahnoberfläche aufrauen. Laut Bundeszahnärztekammer kann der regelmäßige Gebrauch den Zahnschmelz aufrauen und zu Abrieb von Zahnhartsubstanz führen. Hoher Anpressdruck und säurehaltige Nahrung verstärken das. Ihr Fazit: Regelmäßiger Gebrauch ist nicht zu empfehlen.

Als Orientierung dient der RDA-Wert. Er beschreibt den Abrieb am Dentin. Niedrigere Werte sind schonender. Nicht jeder Hersteller gibt ihn an.

Eine Zahnpasta kann Beläge entfernen, aber nicht die Grundfarbe eines Zahns verändern.

Enzymatische Zahnpasta als sanfte Alternative

Einige Zahnpasten setzen auf Enzyme statt auf Schleifkörper. Die Zahnpasta BE YOU im Dental Beauty Shop arbeitet laut Hersteller mit enzymatischem Whitening über Glucose-Oxidase, ohne Bleichstoffe, ohne SLS und ohne Mikroplastik. Sie gibt es in sechs Aromen von Apfel bis Gin Tonic.

Fluorid nicht vergessen

Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt Erwachsenen, zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta (1.450 ppm) zu putzen. Fluorid stärkt den Schmelz und schützt vor Karies, gerade nach einem Bleaching. Fluoridfreie Pasten wie Enzycal Zero sind für besondere Situationen gedacht, etwa direkt vor einer Bleaching-Anwendung. Mehr dazu im Artikel Wie lange hält Bleaching?.

Was Whitening-Zahnpasta nicht kann

  • die natürliche Zahnfarbe deutlich aufhellen
  • innere Verfärbungen entfernen
  • Kronen oder Füllungen aufhellen
  • ein Bleaching ersetzen

Für sichtbar hellere Zähne braucht es ein Bleaching, im Studio oder mit einem EU-konformen Home-Kit. Danach hilft eine sanfte Zahnpasta, das Ergebnis zu erhalten.

Fazit

Whitening-Zahnpasta ist ein Pflegeprodukt, kein Bleaching. Abrasive Varianten entfernen Beläge, können aber den Schmelz aufrauen. Für den Alltag nach einem Bleaching ist eine sanfte, fluoridhaltige oder enzymatische Zahnpasta die bessere Wahl.

Häufige Fragen

Macht Whitening-Zahnpasta die Zähne weißer?

Sie entfernt vor allem oberflächliche Beläge und Verfärbungen. Die eigentliche Zahnfarbe ändert sie kaum. Für eine echte Aufhellung braucht es ein Bleaching.

Was ist der RDA-Wert?

Der RDA-Wert gibt an, wie stark eine Zahnpasta das Dentin abreibt. Je höher, desto stärker der Abrieb. Für die tägliche Pflege gelten niedrigere Werte als schonender.

Welche Zahnpasta nach dem Bleaching?

Eine sanfte, fluoridhaltige Zahnpasta ohne starke Putzkörper. Enzymatische Pasten wie BE YOU sind eine schonende Option für den Alltag.